Psychotherapie findet oft in geschlossenen Räumen statt. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass das Erleben der Natur einen positiven Einfluss auf unsere Psyche hat. Bei der Naturtherapie begeben wir uns gemeinsam in die Natur, die Psychotherapie findet draußen statt und wird durch die Verbundenheit mit der Natur bereichert.
Wir nutzen außerdem die recht neue Methode des Waldbadens. Unter Waldbaden versteht man einen sehr achtsamen Waldspaziergang, bei dem man die Natur bewusst wahrnimmt und deren positive Wirkung erlebt. Im Wald atmen wir Stoffe ein, die stressmildernd, gesundheitsfördernd und entzündungshemmend wirken.
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass der Patient diese Wirkung auch ohne den Therapeuten erleben und wieder abrufen kann. Das stärkt die Selbstwirksamkeit des Patienten.
Die Naturtherapie hat als Grundlage achtsamkeitsbasierte Techniken nach Jon Kabat-Zinn, die in der Natur ausgeübt werden. Sie als Patient werden dazu angeleitet, die Natur über alle Sinneskanäle bewusst wahrzunehmen und fokussieren zu lernen. Parallel dazu setzen wir therapeutische Techniken aus der Verhaltenstherapie ein, um Ihre Problemlösefähigkeit, Selbstwirksamkeit und Kreativität anzuregen. Sie werden darüber hinaus auch angeregt, über den Austausch mit der Natur neue Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit psychischen und somatischen Problemen zu entwickeln.
Wir nutzen gruppen- und einzeltherapeutische Techniken, um Sie darin zu unterstützen, sowohl in der Interaktion mit anderen als auch alleine, Lösungen im Umgang mit Konflikten und Belastungen zu finden. Der Fokus liegt auf
- Ressourcenaktivierung,
- Verbesserung des Selbstwerterlebens,
- entspannender Aktivität.
Wie neuere Studien zeigen, wirkt sich der Aufenthalt im Wald positiv auf psychische und somatische Funktionen aus und kann damit den therapeutischen Prozess konstruktiv beeinflussen.